Rennserien Historic Racecar Association

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Die älteste Rennsportschmiede zurück auf der Rennstrecke

Die Rennwagen, die im Historic Racecar Association e.V., kurz HRA, vertreten sind haben vor allem eins gemeinsam: sie bieten nur einen Sitzplatz, haben kein Dach über dem Fahrerkopf und dienen nur einem Zweck: Rennen fahren. Weiterhin zeichnet sie aus, dass so manch spätere Motorsport-Legende in einem der versammelten Boliden das Rüstzeug für die spätere Karriere sammelte. Denn angefangen bei der Formel Ford über weitere Nachwuchsklassen wie die Formel3 galten die kleineren Formelserien seit jeher als ideale Ausbildungsmaßnahmen zur Förderung junger Rennsporttalente.

Die Historischen Rennfahrzeuge der HRA sind in sieben verschiedene Rennklassen unterteilt und kämpfen um den Titel der „HRA German Open“ Meisterschaft. Um den Zuschauern die Kämpfe innerhalb einer Klasse näherzubringen, fahren alle Fahrzeuge mit dreistelligen Startnummern, die erste Ziffer ist dabei immer die Klasse.

In der Klasse 1 fahren größtenteils Formel3 Fahrzeuge ab Baujahr 1985 und wassergekühlte Formel Super Vau Fahrzeuge. Die Formel3 Fahrzeuge sind immer am Luftmengenbegrenzer zu erkennen, der vor dem Lufteinlass montiert. Hier gehen größtenteils Fahrzeuge von Reynard oder Dallara an den Start und die meisten vertrauen auf VW Motoren. Aber auch der Doppelzünder von Alfa ist hier stark vertreten. Bekannte Fahrer wie Michael Schumacher und Mika Häkkinen haben hiermit schon die ersten heißen Duelle ausgetragen.

In der German Open (GO) Klasse 2 gehen die Formel3 Fahrzeuge an den Start mit 2000ccm Hubraum, wie sie seit 1974 bis heute gefahren werden. Fahrzeuge bis zum Baujahr 1984 sind hier startberechtigt. Unter Ihnen sind so bekannte Hersteller wie Ralt, March, Chevron, Argo und GRD, der meist eingesetzte Motor ist der Toyota Novamotor, der Alfa Novamotor und die VW Motoren von Brabham-Judd und Spiess. Fahrer dieser Zeit waren Bertram Schäfer, Alain Prost, Nigel Mansell, Ayrton Senna, Gerhard Berger, Stefan Bellof oder Nelson Piquet.

Startberechtigt in der Klasse 3 sind Formel Ford 2000 und Formel Renault Turbo Fahrzeuge. Diese Einstiegsrenner fahren mit Einheitsmotoren und dürfen laut Reglement nur geringfügig verändert werden. Dadurch wird natürlich ein sehr große Leistungsdichte der Fahrzeuge erreicht und die Zuschauer bekommen hier sehr spannende Rennen zu sehen.

Die älteren Formel3 und Formel Junior Fahrzeuge (mit Scheibenbremsen) bilden das Rückrat der GO4. Aber auch hier wird das Feld durch leistungsgleiche Fahrzeuge wie die Formel Easter Rennfahrzeuge ergänzt. Es treten hier F3 1000ccm „Screamer“ mit ihren hochgezüchteten Motoren der Marken Merlyn, Lotus, Brabham und Tecno gegen die ersten F3 1600 Flügelautos an, wie March, Ensign oder GRD, die fast alle auf einen Lotus Twin Cam als Antriebsquelle vertrauen.

Die Formel Ford 1600, die in der GO5 anzutreffen sind, ist die erfolgreichste Formel Rennserie der Welt. Sie wurde 1967 ins Leben gerufen, feierte also 2017 Ihr 50jähriges Bestehen und war schon Sprungbrett für viele Fahrer, wie Michael Schumacher, Stefan Bellof oder Ayrton Senna, bis hin in die Formel1. Die Rennwagen besitzen keine aerodynamischen Hilfsmittel und rollen auf profilierten Reifen. Beim Motor wird auf den 1600 Ford Kent Motor, wie er im Escort zum Einsatz kam, vertraut. Der erste Chassis Hersteller war Lotus und bekannte Firmen wie March, van Diemen, Reynard, Hawke produzierten Chassis für diese günstige Einstiegsserie, die auch immer noch als aktuelle Rennserie im Ausland zu finden ist.

In der HRA fahren aber nicht nur Formelfahrzeuge, auch die Einstiegsfahrzeuge aus der Sportprototypen Klasse, die Sports2000, sind in der Klasse GO6 anzutreffen. Die auf der Technik der Formel Ford 2000 basierenden Fahrzeuge werden hier bei unseren Sprintrennen eingesetzt, können aber auch bei den Langstreckenrennen bewegt werden. Hier finden sich namenhafte Hersteller wie Lola oder Chevron, aber auch unbekanntere Hersteller wie Tiga, Swift oder Shrike.

Besonders erfreulich sind die vergleichsweise geringen Kosten in dieser Rennserie. Einsatzbereite Fahrzeuge gibt es bereits ab 12.000 Euro (Formel Ford 1600), für Formel 3 2 Liter Fahrzeuge liegen die Preise ab ca. 40.000€. Aber auch die Einsatzkosten der Rennwagen und die Ersatzteilkosten liegen im vertretbaren Rahmen und man muss nicht das schnellste Auto im Feld haben um HRA Meister zu werden. In die Meisterschaftswertung gehen auch Fahrer und Fahrzeugalter ein, dieses Jahr ist die Startnummer 1 auf einem Fahrzeug der Sports2000 Kategorie zu finden.

Die Zuschauer bekommen von der HRA die komplette Formel Fahrzeuggeschichte im Fahrerlager geboten. Es ist immer eine Marken- und Klassenvielfalt am Start, die sonst nur im Museum geboten wird und alle Fahrzeuge sind zum Greifen nahe. Die Fahrer erzählen gern die Geschichten ihrer Rennfahrzeuge und auch Bilder mit Zuschauern im Rennwagen sind kein Problem.

Es wird immer auf Top Rennstrecken in Deutschland und dem angrenzenden Ausland gefahren. In jedem Jahr wird bei sechs Veranstaltungen angetreten und es werden dabei immer zwei Trainingsläufe und zwei Rennen geboten. Die Fahrer haben im Serien eigenen Zelt/Box immer eine Anlaufstation und dort wird auch für das leibliche Wohl der Fahrer und Helfer gesorgt.

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Impressionen

Kontakt

Historic Racecar Association e. V.
Marcel Biehl
Konstantinstraße 385
D–41238 Mönchengladbach

Tel. +49 (0) 21166 977704
Mail: marcel@biehl-racing.de
www.hra-online.de

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