• Vorfreude: Die 21. ADAC Hockenheim Historic findet vom 8. bis 10. Mai 2026 statt
  • Beeindruckend: Zwölf Rennserien mit mehr als 500 Fahrzeugen stehen am Start
  • Familienfreundlich: Vielfältiges Rahmenprogramm und ADAC Erlebniswelt

Wenn sich der lange Winter dem Ende zuneigt, ist das nicht nur eine gute Nachricht für die hiesige Flora und Fauna, sondern auch für die Motorsport-Fans: Denn mit der ADAC Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival steht das erste große Saisonhighlight auf dem Hockenheimring vor der Tür. Die Veranstaltung hat sich von einem Randevent für eingefleischte Puristen zu einem echten PS-Volksfest entwickelt: Zur 20. Austragung des Jim Clark Revival pilgerten im vergangenen Jahr an den drei Veranstaltungstagen mehr als 45.000 Zuschauer ins badische Motodrom, um sich dem unverfälschten Genuss von Optik, Sound und Geruch glorreicher Rennsport-Tage hinzugeben.

Auch die diesjährige Auflage der Veranstaltung, die wie immer im Zeichen des Gedenkens an den im Jahr 1968 auf dem Hockenheimring tödlich verunglückten zweimaligen Formel-1-Weltmeister Jim Clark steht, wartet mit einem attraktiven Programm auf. Nicht weniger als zwölf Rennserien mit mehr als 500 Teilnehmern haben sich fürs zweite Mai-Wochenende angesagt.

Tourenwagen im Wandel der Zeit
Absolute Zuschauermagnete sind das DRM Revival und die Tourenwagen Golden Ära. Hier finden sich die kraftstrotzenden Boliden der legendären Deutschen Rennsport-Meisterschaft (DRM) und die klassischen Tourenwagen der „alten“ DTM sowie der Super-Tourenwagen-Meisterschaft (STW). Und es sind nicht nur die Fahrzeuge, welche die Fans in ihren Bann ziehen. In den vergangenen Jahren klemmten sich auch immer wieder Publikumslieblinge wie Altfrid Heger, Olaf Manthey, Roland Asch, Kris Nissen, Harald Grohs oder Kurt Thiim hinters Lenkrad eines ihrer früheren Arbeitsgeräte.

Erstmals dabei und ein echtes Highlight der Veranstaltung ist das Class 1 Revival powered by CARBON. Ältere Fan-Semester erinnern sich an die legendären Asphalt-Schlachten großer Namen in den High-Tech-Rennern von Alfa Romeo, Mercedes-Benz und Opel in den Saisons 1994 bis 1996. Nach dem Aus der ITC kam es im Jahre 2000 zur Wiedergeburt der DTM mit den V8-Boliden von Audi, Mercedes und Opel sowie ab 2012 BMW. Zur Saison 2019 wechselte man von Saug- auf Turbomotoren, allerdings nur für zwei Jahre, dann war endgültig Schluss mit der Class 1. Doch zahlreiche Renner aus dieser Zeit existieren noch und werden bei der ADAC Hockenheim Historic zu sehen sein.

Purer Formelsport
Auch die Anhänger klassischen Formelsports kommen auf ihre Kosten. Zu den Dauerbrennern der ADAC Hockenheim Historic gehört die Historic Racecar Association, die mit diversen Formelfahrzeugen den „ADAC Graf Berghe von Trips Pokal“ austrägt und damit des 1961 beim Großen Preis von Italien in Monza tödlich verunglückten Rheinländers Wolfgang Graf Berghe von Trips gedenkt. Und die bei den Fans sehr beliebte BOSS GP ist die Spielwiese für die imposanten Formel-Boliden ab den 80er- bis hinein in die 2000er-Jahre.

Mit der Lurani Trophy und der DMV Formel Vau stehen zudem die Reminiszenzen an zwei der erfolgreichsten und bekanntesten Nachwuchs-Formelklassen des vergangenen Jahrhunderts auf dem Programm. Ist die Lurani Trophy das Sammelbecken für die Formel Junior, gilt die Formel Vau als eine der genialsten Ideen des genialen früheren Porsche-Rennleiters Huschke von Hanstein. Beiden Kategorien gemein ist der Umstand, dass sie unzählige große Namen, inklusive mehrerer Formel-1-Weltmeister wie etwa Jochen Rindt, Niki Lauda oder Keke Rosberg hervorgebracht haben.

Zwischen Talentförderung und Prototypen-Power
Die historischen Rennklassen bei der ADAC Hockenheim Historic werden in diesem Jahr durch einen Sprung in die Moderne ergänzt. Die Gebhardt Ginetta Nordic Championship, die hier ihr Deutschland-Debüt feiert, ist ein ideales Sprungbrett für alle jungen Piloten, die in die höheren GT-Klassen aufsteigen möchten – aber nicht nur: Auch ein gewisser Formel-1-Fahrer namens Lando Norris verdiente sich seine ersten Sporen zu Hause in Großbritannien in einem Ginetta G40. Alle Autos sind technisch identisch, mit verplombten Motoren und Getrieben, sodass ausschließlich fahrerisches Können zählt.

Eines der absoluten Highlights der diesjährigen Ausgabe der ADAC Hockenheim Historic ist der Velom Sportscar Supercup by Interwetten SCC. Im Rahmen der SCC-Rennserie, die 2026 in ihre 30. Saison geht, startet ein breitgefächertes Feld an verschiedenen Sportwagen aus vielen Epochen. Dazu werden die LMP3-Prototypen der 1. und 2. Generation starten, die von 5,6-l-V8-Triebwerken von Nissan angetrieben werden. Das Teilnehmerfeld wächst stetig weiter. Mit dem österreichischen Ex-Formel-1-Piloten Christian Klien hat auch ein sehr bekannter Name seine Teilnahme bestätigt.

Ganz der Marke Porsche verschrieben hat sich der Golden Ära Classic Cup, der bei der ADAC Hockenheim Historic in seine zweite Saison startet. Die Rennserie bildet die technische Evolution der Zuffenhausener Sportwagenschmiede ab – von den legendären luftgekühlten Elfern über die wassergekühlten Modelle ab der Modellreihe 996 bis hin zu den Kraftprotzen der Division 5 wie dem 911 RSR und anderen Langstreckenmodellen aus IMSA, Le Mans etc.

Der Raceclub Germany ist ein Zusammenschluss von Besitzern historischer Formel- und Sportwagen. Im Rahmen ausgewählter Veranstaltungen wie dem Jim Clark Revival werden Präsentationsläufe organisiert, die bewusst nicht wettbewerbsorientiert sind, sondern Zuschauern und Fahrern einen besonderen Genuss an diesen wunderbaren Fahrzeugen vermitteln sollen. Und last but not least präsentiert Team FNT ausgewählte Performance-Fahrzeuge, darunter Formel-1-Boliden aus den 2000er-Jahren.

PS-Festival auf und neben der Strecke
Die ADAC Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival lockt aber nicht nur mit einem tollen Programm auf der Rennstrecke. Die Aktionsfläche an der Osttribüne wird zum Treffpunkt für zahlreiche Markenclubs und die ADAC Erlebniswelt begeistert Groß und Klein mit vielfältigen Attraktionen und Mitmachaktionen. Im Kongress-Pavillon findet eine exklusive Sonderausstellung mit zahlreichen Originalexponaten rund um Jim Clark und das Team Lotus statt. Das Boxendach verwandelt sich in eine vielseitige Erlebnisfläche: Auf 4.000 Quadratmetern präsentieren sich den Besuchern zahlreiche Stände und Ausstellungen. Bei Sonderführungen kann man einen Blick hinter die Kulissen wagen. Und wer durchs Fahrerlager spaziert, wird sicherlich dem einen oder anderen großen Namen aus der Motorsport-Welt über den Weg laufen.

Das Freitags-Ticket gibt’s schon für 17 Euro, die Tageskarten für Samstag und Sonntag für 39 respektive 34 Euro. Und wer sich das komplette Wochenende gönnen möchte, ist mit 54 Euro dabei. Natürlich inklusive Tribünenplatz und Fahrerlager-Zutritt. Schüler und Studenten bezahlen die Hälfte, Kinder unter 14 Jahren und Rollstuhlfahrer genießen die ADAC Hockenheim Historic gratis.

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