HRA Classic Formel 3

Die Formel 3 stellt seit mehr als fünf Jahrzehnten eine feste Größe in der Rundstrecken-Szene dar, denn damals wie heute gilt die Klasse als Einstiegsserie für aufstrebende Rennfahrer. Grand-Prix-Stars wie Ayrton Senna, Alain Prost, Gerhard Berger oder Stefan Bellof bewiesen, dass der Weg ins Formel-1-Cockpit traditionell über die Formel 3 führt. Ebenso die heutigen F1-Piloten Sebastian Vettel, Lewis Hamilton, Nico Hülkenberg, Nico Rosberg oder Max Verstappen gaben ihrem Talent in der Formel 3 den nötigen Feinschliff.

Erstmals im Rahmen der Bosch Hockenheim Historic, wird die reiche Geschichte der Formel 3 vorgestellt. In drei verschiedenen Klassen starten die Boliden aus den Jahren zwischen 1971 und 1984 bei der HRA Classic Formel 3.

„Die Formel 3 war und ist eine gute Schule. Hier lernen die Fahrer den Umgang mit der Technik, der Strategie, aber auch im menschlichen Bereich können Sie hier viel lernen, denn für die Mehrheit ist die Formel 3 die erste wirklich professionelle Rennserie“, sagt Bertram Schäfer. Der Bitburger weiß, wovon er spricht: 1976 und 1978 gewann er selbst die Deutsche Formel 3 Meisterschaft, später setzte er ein eigenes Formel-3-Team mit Werksunterstützung durch Volkswagen und danach durch Opel ein. Fahrer wie Kris Nissen, Tom Kristensen oder Nick Heidfeld gewannen mit Bertram Schäfer Racing Meistertitel in der Formel 3.

Im Rahmen der Bosch Hockenheim Historic können Besucher ein ehemaliges Einsatzfahrzeug aus Schäfers Rennstall live erleben. Der Ralt RT3/83 mit Alfa Romeo Novamotor wurde 1983 von Bartl Stadler und 1984 von Kurt Thiim im Team von Malte Bongers eingesetzt. Heute gehört das Fahrzeug einem Deutschen, der es komplett zerlegt in einer Garage in Trier fand, es im letzten Jahr neu aufbauen ließ und nun seine ersten Rennen damit bestreiten wird.

In der Epochenklasse der Formel-3-Fahrzeuge von 1971 bis 1973 herrscht eine enorme Vielfalt der Chassishersteller. An den Start gehen somit Fahrzeuge der Marken March, Lenham, GRD oder Brabham. Die Fahrer vertrauen – damals wie heute - auf den Lotus Twin Cam-Motor als Basis, der von vielen verschiedenen Motoren-Tunern wie Novamotor, Holbay oder Vegatune vorbereitet wurde.

Bei den Boliden der Baujahre 1974 bis 1978 tummeln sich Chassis-Hersteller wie Ralt, March, GRD, Chevron und Martini. In Sachen Motoren hat sich das Doppelnockentriebwerk von Toyota, das vom italienischen Tuner Novamotor präpariert wurde, als Maß der Dinge herausgestellt. Der Toyota Novamotor ist der wohl erfolgreichste Formel-3-Motor, der noch im Jahr 1984, also gute zehn Jahre nach seiner Entwicklung, ein Formel-3-Rennen gewann.

Die Marke Ralt ist in der Klasse der Fahrzeuge ab 1979 sehr stark vertreten. Fast 75 Prozent des Feldes in dieser Klasse bestehen aus Fahrzeugen, die in der britischen Sportwagenschmiede von Ron Tauranac gebaut wurden. Konkurrenz kommt von den Marken Martini und March. Angetrieben werden die Autos von Triebwerken der Marken Alfa Romeo und Toyota, die in beiden Fällen von der italienischen Tuningfirma Novamotor für den Einsatz in der Formel 3 präpariert wurden. Auch Volkswagen stellte Motoren, die wiederum vom schwäbischen Tuningspezialisten Spiess oder vom englischen Tuner Brabham Judd verfeinert wurden.

Die Zuschauer bekommen von der HRA Classic Formel 3 die komplette Formel-3-Geschichte der Jahre 1971 bis 1984 geboten. Eine Marken- und Epochenklassen-Vielfalt, die sonst nur in Museen geboten wird. Alle Rennwagen sind zum Greifen nahe, Fahrer erzählen gerne die Geschichten ihrer Fahrzeuge und auch Erinnerungsbilder mit Zuschauern am Rennwagen sind kein Problem. Die HRA Classic Formel 3 freut sich über Ihren Besuch im Fahrerlager.


Kontakt:
Historic Racecar Association e. V.
Marcel Biehl (Sportwart)
Konstantinstrasse 385
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Tel. +49 (0) 2166 99 777 04
E-Mail: Marcel@Biehl-racing.de
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