Spektakel pur für Augen und Ohren - Die Rennserien 2017

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Bosch Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival vom 21. bis 23. April

• Faszination historischer Rennsport – mit zehn Serien spektakulär, spannend, begeisternd
• Zugang zu Fahrerlager/Boxen für Ticketinhaber inklusive, familiäre Atmosphäre

Man muss sich das vergegenwärtigen: Zehn Rennserien treten bei der Bosch Hockenheim Historic an. ZEHN! Spektakel pur für Augen und Ohren. Es ist schlicht alles am Start, was Liebhaber historischen Rennsports begeistert, wenn das Jim Clark Revival vom 21. bis 23. April auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg zelebriert wird. Die meisten Serien sind offizielle FIA-Championate. Zudem lockt die Zuschauer ein Rahmenprogramm der Superlative – mit Ausstellungen, familiärer Atmosphäre und freiem Zugang zu Fahrerlager und in die Boxen. Die Veranstaltung jährt sich zum 13. Mal – und huldigt dem zweimaligen Formel-1-Weltmeister Jim Clark, der 1968 in Hockenheim tödlich verunglückte.

BOSS GP – Feel the Power
Sie gilt als schnellste Rennserie Europas – die „BOSS GP“. Der Name steht für „Big Open Single Seater“, große, PS-starke Formelrennfahrzeuge eher jüngeren Datums. Beispielsweise der Toro Rosso STR1 von 2006 des 2016er BOSS-GP-Champions Ingo Gerstl, der Jaguar R5 von 2004, pilotiert von Rekordmeister Klaas Zwart, oder ein Benetton B197 von 1997. Damals gewann Gerhard Berger im Benetton den GP Deutschland – in Hockenheim! Wer jetzt glaubt, dass diese großartigen Rennfahrzeuge „um den Kurs getragen“ werden, irrt gewaltig. Die Jungs geben richtig Gas. Hockenheim ist der Saisonauftakt für sieben Veranstaltungen à zwei Sprintrennen.

Neben den Highlights aus der Königsklasse bereichern das Starterfeld Monopostos anderer Rennserien, etwa ein 2007er Panoz DP01 aus der US-IndyCar. Auch aus der GP2, die im Rahmen der Formel 1 glänzt, mischen Boliden mit, aus der Worldseries by Renault 3.5, der F3000 oder der Superleague Formula. Allein der fliegende Start dieser nicht eben geräuscharmen Boliden ist ein akustischer Hammer! Da bebt die Haupttribüne.

Lotus Cup Europe – Verneigung vor Jim Clark
Die weltweit einzige offizielle Lotus-Rennserie ist eine Reminiszenz an Jim Clark – der Schotte begründete mit seinem einzigartigen Fahrstil und -können vor mehr als fünf Jahrzehnten praktisch die Faszination Lotus. Die bis heute anhält! In fünf Klassen treten die Lotus-Enthusiasten gegeneinander an; es findet sich die gesamte Bandbreite am Start – von der Elise bis zum letzten Exige Cup V6. Für die neue Saison des Lotus Europe Cup, die traditionell beim Jim Clark Revival in Hockenheim eingeläutet wird, sind neue Starter und auch Veränderungen im Feld angekündigt: So starten etwa in der leistungsstärksten V6-Cup-Klasse (Exige V6, Evora) sowohl der amtierende Champion Tamas Vizin als auch sein Vorgänger John Rasse, außerdem die 2016er Rennsieger Xavier Georges, Jon Packer und Steve Williams. Hochspannung garantiert.

Zwei Mal Race Club Germany – mit atemberaubenden Preziosen
Mit ähnlichen Namen, aber unterschiedlichen Fahrzeugen betreten zwei Raceclubs die Bühne der Bosch Hockenheim Historic – und beiden ist die volle Aufmerksamkeit der Zuschauer sicher. Der „Race Club Germany“, ein loser Zusammenschluss von Eigentümern historischer Formel-1-, Formel-2- und Formel-3-Fahrzeugen, steht mit seiner Auswahl perfekt aufbereiteter Preziosen immer im Fokus der Fans – etwa mit den F1-Stars Maserati 250 F (Juan Manuel Fangio), Cooper T53 und Lola T142 oder den F2-Legenden Brabham BT 36 F2, March 732, Ralt RT1 und Lotus 69. Richtiges Racing versagen sich die Besitzer, die Fahrzeuge sprechen bei Präsentationsläufen mit dröhnenden Motoren für sich – oder in den Boxen, wo die Liebhaberstücke verschiedener Jahrzehnte aus allernächster Nähe bewundert werden können.
Beim „Raceclub Germany powered by FNT“ fahren ausschließlich Formel-1- und F-3000-Boliden. Besonders geschichtsträchtig ist der Toyota TF 108, dessen V8-Motor bis zu 800 PS leistete. Unvergessen, wie Timo Glock beim Finale 2008 schuldlos in die WM-Entscheidung eingriff – als Lewis Hamilton ihn in der der letzten Kurve in Brasilien noch überholen konnte und damit Felipe Massa den sicher geglaubten Titel entriss. Toll auch der Toyota TF 105, mit dem Jarno Trulli 2005 die meisten WM-Punkte für das japanische Werksteam Toyota einfuhr. Sein Herzstück, das Zehnzylinder-Triebwerk, lieferte über 900 PS – und kreischt heute noch genauso wie damals. Ohrenstöpsel obligat! Außerdem im Starterfeld der topfitten Ahnen aktueller F1-Boliden: ein Jordan EJ11, ein Tyrrell 017, ein Eurobrun 189 sowie ein BMS Dallara. Aus der ehemaligen Formel 3000 mischen unter anderem ein Reynard Cosworth und ein Lola mit.

CANADIAN-AMERICAN Challenge Cup – 800-PS-Geschosse, Spektakel pur
Laut, schnell, furchteinflößend: die Rennfahrzeuge des CanAm Cup. Ihr fulminanter Auftritt erinnert an Le-Mans-Starts – und damit verbundene Gänsehautmomente. „Was sie von anderen unterscheidet“, sagt Serienorganisator Peter Schleifer, „ist ihr brutaler Leistungs- und Drehmomentüberschuss.“ Den Ingenieuren waren praktisch keine Grenzen gesetzt, als die Serie 1966 ins Leben gerufen wurde: kein Hubraumlimit, aber Turbolader oder Kompressor gestattet. Lola dominierte anfangs mit dem gerade verstorbenen F1-Weltmeister John Surtees, es folgte die Ära der McLaren, dann überrannte der Porsche 917 Turbo das Feld. Die Ölkrise von 1973 beendete das aufregende Treiben. Der heute von Deutschland aus organisierte CanAm Cup schafft es, diesen irgendwie irren Teil der Rennsportgeschichte wiederzubeleben. Im vergangenen Jahr wurde 50-jähriges Jubiläum gefeiert. Beim Jim Clark Revival in Hockenheim im Starterfeld: Kultautos wie der McLaren M8F, der Lola T310 oder der March 717 – alle um die 800 PS stark!

Traditionell dabei: FIA Lurani Trophy, Premiere für die HRA Classic Formel 3
Treue Zuschauer der Bosch Hockenheim Historic kennen die Mini-Monopostos der FIA Lurani Trophy schon – und wissen: Spannende Rennen sind vorprogrammiert. Im vergangenen Jahr wurde der Titelkampf zwischen Chris Drake im Terrier Mk4 und Manfredo Rossi di Montelera im Lotus in der letzten Rennrunde entschieden. Gegründet wurde die Rennserie für Neueinsteiger 1958 vom Grafen Johnny Lurani, um italienische Fahrer wieder in Grand-Prix-Wagen zu locken.

Was haben Ayrton Senna, Gerhard Berger, Stefan Bellof, Sebastian Vettel, Lewis Hamilton und Max Verstappen gemeinsam? Ihre Karriereleiter führte über die Formel 3. Seit mehr als fünf Jahrzehnten ist sie die Hauptausbildungsstätte für den Rennfahrernachwuchs. Nun feiert die „HRA Classic Formel 3“ ihre Premiere bei der Bosch Hockenheim Historic. Mit Formel-3-Boliden der Jahre 1971 bis 1984 bietet die Serie eine Marken- und Epochenklassen-Vielfalt, die man sonst nur in Museen sieht.

Rennsport mit Dach – mit Alfas, Youngtimern und Spezialtourenwagen
Die Scuderia Alfa Classico (SAC) sorgt dafür, dass die ruhmreichen Zeiten und die wunderschönen Modelle des italienischen Automobilbaus nicht in Vergessenheit geraten. Im Schnitt tummeln sich über 45 Rennwagen der 60er, 70er und 80er aus ganz Europa auf der Strecke. Die SAC ist in 2 Divisionen eingeteilt. In der ersten sind nur wenige Modifikationen an Fahrwerk, Bremsen, Motoren, Karosserie erlaubt. In der zweiten ist lediglich die Aerodynamik eingeschränkt. Seriennahe 2-Liter-16V-TS-Alfa-Modelle sind seit 2015 in der Klasse „Twin Spark Cup“ am Start. Dank stabiler Tourenwagentechnik darf man sich auf Rad-an-Rad-Duelle freuen.

Ausladende Heckflügel, mächtig breite Kotflügel und ein faszinierender Sound: Das sind die Kennzeichen der „Spezial Tourenwagen Trophy H&R Cup“. In der seit 1986 ausgetragenen Rennserie treffen Tradition und Moderne aufeinander, GT3-Boliden der Neuzeit auf 30 Jahre alte Tourenwagen – dies verleiht der Serie einen ganz speziellen Reiz. Die Aufteilung in Klassen schafft Ordnung. Es kann am Saisonende sogar der Pilot mit den wenigsten PS ganz oben stehen. Die Spitzenautos der stärksten Klasse (Mercedes SLS, Porsche Turbo) leisten bis zu 700 PS, in Klasse 2 tummeln sich vor allem GT3-Fahrzeuge. Den gewissen Kick garantieren die Spezialfahrzeuge. Wenn hubraumstarke V8-STAR-Boliden gegen pfeilschnelle DTM-Renner fighten, hält es niemand auf den Sitzen.

Drei Divisionen, internationales Starterfeld, beherzte Positionskämpfe – und klangvolle Autonamen: Die „Youngtimer Tourenwagen Challenge“ begeistert mit Tourenwagen aus den Jahren vor 1990. Beispielsweise aus den 70er-Jahren mit dem BDA Escort, dem Sunbeam Lotus oder der Renault Alpine A310. Die 80er-Jahre repräsentieren Fahrzeuge wie der Lotus Esprit, die BMW-Modelle E30 M3, M1 und 635CSi, Ferrari, Opel Ascona, Porsche 911 und 944 sowie Renault 21 Turbo.

Zutritt in die Boxen für Zuschauer, moderate Eintrittspreise
Das absolut Außergewöhnliche an der Bosch Hockenheim Historic ist, dass man als Zuschauer all diese Schätze und Schätzchen im Fahrerlager und in den Boxen anschauen kann – und dass Teams und Fahrer auch bereitwillig und gerne Fragen beantworten. Die Atmosphäre ist einfach familiär! Die Ticketpreise sind moderat, zehn Euro kostet ein Ticket für den Freitag, Einzeltickets für Samstag/Sonntag gibt’s ab 25 Euro, das Wochenendticket ab 35 Euro. Viele interessante und detaillierte Informationen zu den einzelnen Rennserien und dem Rahmenprogramm finden Sie unter www.hockenheim.historic.de.